Events - Hohegeiß 11.-13.07.08

Am letzten Wochenende trafen sich einige Mitglieder der BPP bei unserem Präsidenten, seiner First-Lady und dessen Leih-Wachhund "Bootsmann" um die Reise in Richtung Hohegeiß anzutreten. Beim Präsidenten angekommen durften wir ein neues Gesicht in unseren Reihen begrüßen. Netty (aktuell bereits zur Tentqueen ernannt) wurde uns als Begleitung von Alwin vorgestellt. Vor der Abfahrt ging es dann wie gewohnt etwas stressig zu, da noch einige kleinere Regierungsaufgaben von unserem Präsidenten erledigt werden mussten (Auto vom Flughafen holen, Auto packen etc.)...

Nach erfolgreicher Erledigung konnte es endlich losgehen. Mit leichter Verspätung kamen wir am ersten Treffpunkt an. Am Rasthof Hemelingen warteten bereits sehnsüchtig unsere Freunde aus Delmenhorst und dem Raum Oldenburg auf uns. Nach kurzer Begrüßung ging es unter der Führung von Tiga-Lily auf direktem Weg auf die A1 Richtung A27. Wobei auf direktem Wege nicht ganz richtig ist: Tiga-Lily fuhr trotz richtungsweisender, großer blauer Straßenschilder an allen sich bietenden Gelegenheiten auf die A1 zu kommen vorbei. Nach einem kurzen Hupkonzert der folgenden Fahrzeuge und einem kurzen Führungswechsel - um überhaupt auf die Autobahn zu kommen - erreichten wir schließlich die A 1 und konnten unseren eigentlichen Weg wieder aufnehmen. Kurz darauf erreichten wir sogar die A27 ohne weitere Zwischenfälle. Nach zehn Minuten Fahrt hielten wir aber bereits auf dem Rastplatz Langwedel, um noch weitere Gleichgesinnte in unsere Kolonne mit aufzunehmen. Leider wartete, aufgrund von kleinen Missverständnissen, niemand auf diesem Rastplatz. Der neue Treffpunkt wurde dann auf die Raststätte Höhe Soltau an der A7 verlegt.

Der Weg dorthin gestaltete sich, ich möchte mal behaupten, schwierig und anstrengend. Denn die vereinbarte Reisegeschwindigkeit von max. 120 km/h wurde kaum beziehungsweise immer nur kurz erreicht. Die Geschwindigkeit pendelte stattdessen ständig zwischen 90 und 120 km/h. Na ja! An dem besagten Rastplatz angekommen standen unsere letzten drei Mitstreiter bereit und wir konnten, nun komplett, die Reise fortsetzen.

Aufgrund der nervenaufreibenden Fahrt wurde die Kolonne aber zwischendurch auseinander gerissen, da einige Fahrer ungeduldig wurden und sich an die Spitze des Feldes setzten. Dies geschah auch, um das Gelenk des rechten Fusses etwas zu entlasten und zu schonen. Nach einigen Pinkelpausen gerieten wie dann in einen Stau, der unseren Nerven noch zusätzlich strapazierte. Aufgrund des Staus verließen wir folgerichtig vorzeitig die Autobahn, um unser Glück auf der Landstraße zu probieren. Um aber vorab alle Unklarheiten zu beseitigen machten wir einen kleinen Stopp an einer Tankstelle um die weitere Fahrweise zu besprechen. Diese Pause nutzen Alwin und Netty um einen kurzen Abstecher durch den McDrive zu machen.

Auf der weiteren Fahrt hatte das Wort Glück für zwei Personen eine wahrhafte Bedeutung. In einer Bergauf-Passage überholten wir zwei LKW, welche den Berg hoch schlichen. Der Präsident und SixPack kamen gut und sicher vorbei. Der letzte der Gruppe, unser Feuerteufel hatte aufgrund des Gegenverkehrs (Grüner Golf IV Variant) mehr Probleme. Der Golf kam urplötzlich mit ca. 180 km/h auf den Feuerteufel zu geschossen. In letzter Sekunde konnten noch die Ausweichmanöver eingeleitet werden und es kam niemand zu Schaden. Der kurz zuvor erworbene Milchshake allerdings hätte, da er sich selbstständig machte, aber fast das Interieur versaut.

Kurz darauf ging es ins "Hochgebirge". Die letzten Kilometer in dem Auf und Ab und in dem sehr kurvenreichen Abschnitt haben dann aber zumindest für einiges entschädigt. Die Kurven wurden mehr oder weniger in Rennfahrer-Manier genommen – und das alles bei einem geschätzten Abstand zwischen den Fahrzeugen von unter einem Meter!!!

Kurz darauf erreichten wir dann, nach endlos erscheinenden viereinhalb Stunden Fahrt den Sport- bzw. Campingplatz in Braunlage.

Nach der Ankunft auf dem Gelände hatten die Fahrer nur noch einen Wunsch: ein kühles Bier und eine brennende Zigarette!!! Nachdem man sich in diesen fünf Minuten wieder relativ gut erholt hat, ging es an das Einkaufen und an das Zeltaufbauen.

Während die meisten Ihre Autos auspackten und begannen, die Pavillons und Zelte aufzubauen, wurde das Einkaufen organisiert. Fast jeder der zusammen angereisten Gruppe beteiligte sich an der Unternehmung Einkauf: das heißt alle Willigen bezahlten 20 € pro Person und wurden dann übers Wochenende voll verpflegt.
Netterweise fanden sich dann auch vier Freiwillige, die die Fahrt zum nächsten Bier- und Fleischdealer in Angriff nahmen (Nadine, Sarah, Kirsten, Rafael).
Während deren Abwesenheit nahmen die meisten "Bauten" tatsächlich Gestalt an. Lediglich der Aufbau des neu erworbenen Gemeinschaftszeltes vom Präsidenten-Haus und Team SixPack gestaltete sich etwas schwierig. Hier kam uns aber das architektonische Talent von unserer Netty zu Gute. Diese behielt sowohl die Nerven als auch die Übersicht und so gelang es uns dann doch noch auch an dieser Baustelle Richtfest zu feiern. Auch Team Vertigo hat sich inzwischen eingefunden, so dass die BPP zumindest für dieses Wochenende komplett waren.
In der Zwischenzeit fanden auch die Einkäufer den Weg zurück zum Ort der Bestimmung und so konnten wir die ersten Würstchen und Steaks auf den Grill schmeißen, während natürlich einige Bierchen vernichtet wurden.
Während des Trinkens wurde unsere Party-Ecke eingerichtet. Zu unserer Zufriedenheit konnten wir unsere "Wachhunde" (der eine mehr, der andere weniger), ohne Probleme nebeneinander und neben uns platzieren! Während des köstlichen Grillens und dem weiteren Bierkonsum lernte man die anderen Camper besser kennen und man verbrachte einen zwar eher kurzen, aber sehr netten, witzigen und feuchtfröhlichen Abend miteinander.

Der nächste Tag begann in gewohnter Manier um 7:15 Uhr mit unserem Wecker: "Nana Mouskouri" mit Ihrem Kracher "Guten Morgen Sonnenschein!". Aufgrund der schlechten Platzierung des Weckfahrzeugs auf dem Gelände fiel diese Weckrunde dann aber eher recht leise aus. Trotz der fehlenden Lautstärke krochen aber nach und nach alle aus ihren Zelten um das tolle Frühstück nicht zu verpassen. Im Gegensatz zum (quasi nicht vorhandenen) Frühstück in Speyer war es diesmal wirklich erste Sahne: Es gab frische Brötchen, frischen Kaffee oder Tee, Eier, Nutella, Marmeladen, Wurst, Käse, Obst – im Endeffekt alles was das Camperherz begehrt.
Nachdem sich alle (zumindest die, die später als 6:30 Uhr aufgestanden sind) unter den kalten Wasserfällen des Sportheims frisch gemacht haben, begannen einige mit Ihren Aktivitäten. Einige Sportsüchtige versuchten sich am Fußball spielen, anderen spielten Volleyball. Jeder nach seiner Fasson.

Gegen Mittag begann dann die "Orientierungsfahrt" durch den Harz. Hier mussten die Teams (2 Personen/Auto) einen mit Liebe und in viel Kleinarbeit angefertigten Fragebogen beantworten. Zur Beantwortung der Fragen musste man sich an markanten Punkten (Verkehrsschilder, Gebäude etc.) orientieren. Netty und Alwin bildeten ein Team und Rafael und Marco teilten sich die Präsidentenlimousine und gingen so ins Rennen.

Alle die nicht an der Tour teil nahmen tranken bereits Bier und Wein und bewachten das Gelände vor evtl. neugierigen Schurken… Außer Regen und Wind kam aber sonst nichts und niemand.
Natürlich war die Abwesenheit der Meisten für Mylo und Bootsmann eine gute Gelegenheit um herum zu tollen und mit dem Ball zu spielen. Dies klappte hervorragend (einem Fußball wurde allerdings der Garaus gemacht).

Nachdem dann alle gesund und munter von der Tour zurückkehrten, erzählten einige von Ihren unterwegs geschossenen, recht teuren Erinnerungsfotos. Der Fotoapparat stand leider in einer 50er Zone – bei einigen stand die Tachonadel aber bei > 90 km/h!!!

Ein kleiner Motorschaden (bzw. defekter Lüfter) von unserem Freund HasSLieBe war auch dabei – anscheinend hat man das Problem aber recht schnell in der Griff bekommen.

Nachdem auf diesen Schreck einige weitere Biere vernichtet wurden, ging es zum Kistenklettern in ein nahe gelegenes Waldstück, in dem das Thema Kistenklettern recht professionell behandelt wurde. Nachdem alle Bergsteiger das entsprechende Equipment angezogen hatten, konnten die ersten Ihren Versuch, dem Himmel etwas näher zu sein, in Angriff nehmen. Das erstaunliche Ergebnis dieser Veranstaltung erfahrt ihr später.
Während des Kletterns gruben die beiden Hunde, in einer gut abgesprochenen Gemeinschaftsarbeit, kurz den Wald um – dies übrigens zur Belustigung einiger Anwesenden! Die Einzigen, die diese Aktion nicht lustig fanden, waren voraussichtlich die Bäume, welche jetzt wohl einige Wurzeln weniger haben dürften.

Nach dem Kletter-Wettbewerb war dann die Presse zu gegen. Diese interessierte sich für unsere Gemeinschaft sowie für die durchgeführten Aktivitäten unseres Treffens. Später wurden auch noch auf dem Festgelände die Autos begutachtet und weitere Interviews geführt.

Leider kann ich nicht mehr genau sagen, von welcher Zeitung die beiden Damen kamen – vielleicht können wir das noch mal in anderen Foren in Erfahrung bringen.

Gegen Abend wurde dann noch mal ein größeres Fußballspiel auf die Beine gestellt. Hier schenkten sich die beiden Mannschaften nichts. Nach zwanzig Minuten intensiven Spiels wurde dann zur spontanen Halbzeit gepfiffen. Aufgrund der mangelnden Kondition der Meisten war dieser Pfiff aber auch gleichbedeutend mit dem Ende des Spiels.

Der Zeitpunkt war im Großen und Ganzen aber auch sehr gut abgepasst, da bereits die ersten Steaks auf dem Grill lagen und das Abendessen in greifbarer Nähe war. Es wurde gegessen und weiter getrunken. Die Stimmung war, wie aber eigentlich über das ganze Wochenende, sehr gut und harmonisch!

Nach dem wieder einmal köstlichen Mahl, wurden zur Belustigung der Camper einige Spiele angeboten – hier gab es unter anderem das Zuckerkloppen und das Zielwerfen mit anschließendem Negerkuss fangen. Die Spiele kamen gut an und die Laune war bei allen sehr ausgelassen.

Dann begann die Siegerehrung. Es wurden Pokale und Medaillen für folgende Kategorien/Events verteilt: Orientierungsfahrt, schönstes Auto, Kisten klettern, weiteste Anfahrt.
Die Orientierungsfahrt gewannen zu unserer Begeisterung Alwin und Netty sowie die punktgleichen Rafael und Marco!
Der nächste erste Platz ließ nicht lange auf sich warten. Alwin schaffte das unmögliche und konnte beim Kistenklettern glänzen. Er gewann mit dreizehn Kisten!
Bei den anderen Kategorien hatten wir leider unsere Finger nicht mehr im Spiel! Aber drei Pokale sind schon aller Ehren wert.

Anschließend ging es zurück unter den Pavillon um den Bestand der Getränke weiter zu reduzieren. Zu späterer Stunde wurde, wie schon am Vortag, wieder unser Traumgetränk "Krabbel die Wand nuff" ausgeschenkt – Gott sei Dank gibt es immer noch Leute, die die Geschmacksrichtung dieses Schnapses noch nicht kannten. Somit wurde die Flasche geleert und das Grausen hatte ein Ende... (die Muschelschubse war glaube ich die einzige Person, die das Getränk trinken wollte – wahrscheinlich aber nicht wegen des Geschmacks, sondern eher wegen der Kälte – ab diesem Abend gefühlte –10°C)

Die Hunde-Beauftragten Linda und Heike gingen dann eine kleine Runde spazieren um den Hunden den verdienten Auslauf zu gönnen. Leider nahm Mylo diese Freiheit zum Anlass, sich in einem wohl riechenden Haufen Kuhdung zu wälzen. Der Hund nahm diesen, nach Rosen duftenden Geruch natürlich umgehend an. Leider hatte Mylo aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht und wurde kurzerhand unter die Dusche gesteckt.

Da nach und nach einige Personen ins Bett gingen und der Geräuschpegel nachließ, kam der von Alwin mitgebrachte Ghettoblaster zum Einsatz. Leider hatte niemand anständige CDs dabei, so dass wir auf die Klänge von NDR 2 zurückgreifen mussten. Nach weiteren Bierchen und bei einigen auch Mischungen wurde auch dieser Abend beendet.

Der nächste Tag begann wieder einmal mit dem bereits oben genannten Schlagerstar – dies nahmen viele zum Anlass ihr Zelt schnell zu verlassen um weiteren Endlosschleifen aus dem Weg zu gehen. Nach dem wieder tollen Frühstück bauten einige die Zelte ab und bereiteten die Abreise vor. Auch die BPP-Crew begann mit den Abreisevorbereitungen. An dieser Stelle muss ich aber noch mal unseren Präsidenten erwähnen, der trotz "Guten Morgen Sonnenschein", trotz Frühstück aller Anwesenden, trotz Abbaulärm und trotz dem Abbau seines eigenes Zeltes keine Anstalten machte aufzustehen! Respekt!!!

Nachdem alles verstaut war und wir auch den Präsidenten zum Aufstehen bewegt hatten, wurden von der BPP-Crew noch ein oder mehrere Gruppenfotos gemacht. Dann ging es auf die Heimreise. Im Harz ging es dann wieder an einigen Blitzern vorbei in Richtung Autobahn. Die drei-Autos-Kolonne rollte gleichmäßig Ihrer Heimat entgegen (so hätte man sich den Hinweg gewünscht). Nach nur einem Stop und einer Fahrzeit von nur zweieinhalb Stunden kamen alle zu Hause an und waren froh, die vereinsamte Couch in Beschlag nehmen zu dürfen!!!

Von mehr oder weniger allen Aktivitäten, welche am Wochenende stattgefunden haben, wird es auch in unserer Galerie die entsprechenden Fotos zu sehen geben – also klickt doch mal drauf!

Wir, die BPP-Crew möchten uns auf diesem Wege noch einmal recht herzlich für das tolle Wochenende und für die sehr gute Abwicklung bei den Organisatoren dieses Events bedanken!

Des Weiteren denke ich, dass unsere Tentqueen eine echte Bereicherung unsere Gruppe ist. Hat echt viel Spaß gemacht – dies gilt natürlich auch für alle anderen die wir kennen lernen durften und die sich evtl. auch in unserem Forum mal sehen lassen (wenn jemand nicht namentlich erwähnt wurde, bitte nicht traurig sein – sind einfach zu viele gewesen).

Besten Dank an alle!!!

Als letztes möchte ich es natürlich nicht versäumen uns allen "Weltfrieden" zu wünschen!!!!! :-)