Events - oder DAS ostfriesische EVENT 2008

Nach langer Planung und viel Organisationstalent Einiger, war es endlich soweit. Alwin feierte seinen 32. Geburtstag. Aus diesem Grunde traten wir unsere Reise in das schöne Ostfriesland an.



Kapitel 1: die Anreise

Am 30. Mai 2008 traf sich die Crew der BPP um ca. 16.00 Uhr bei unserem Präsidenten und seiner First Lady im Weißen Haus. Nachdem der Regierungs-Stab vollständig erschienen war und einige der Herrschaften ihr erstes Bier geleert hatten, machten wir uns auf den Weg nach Aurich.

Mit drei Löwen fuhren wir, mit einer Reisegeschwindigkeit von ca. 130 Km/h, eher ruhig und besinnlich dem Ziel entgegen bis urplötzlich ein unidentifiziertes Flugobjekt unseren Weg kreuzte. Einige vermuteten einen Prähistorischen Flugsaurier hinter dem Angreifer – andere meinten es sei lediglich ein Adler gewesen... Wie auch immer. Um Haaresbreite hätten wir mehr Fleisch für den bevorstehenden Grill-Abend dabei gehabt...

Der Schreck saß tief in den Gliedern. Zum Glück verließen wir aber wenig später die Autobahn. Auf der Landstraße sahen wir dann diverse Fotoapparate, welche wahrscheinlich von den Einheimischen am Straßenrand vergessen wurden.

An der ersten Ampel in Hesel wurde Linda von der im Wagen vorne sitzenden Sina zu einem kleinen Bierchen eingeladen. Da Linda kein Bier an Bord hatte, wurde die einspurige Stadt-Einfahrt zu einer Zweispurigen umfunktioniert. So stand der waghalsigen Bierübergabe während der Fahrt, durch die geöffneten Fenster, nichts mehr im Wege.

Die nächsten Kilometer vergingen wie im Fluge und wir mußten die Landstraße verlassen. Dieses Geheimnis wollte das Navigationssystem aber witziger Weise erst preis geben, als wir die Ausfahrt fast nur noch aus den Augenwinkeln erkennen konnten. Naja, nach dieser Fast-Karambolage kamen wir durch sehr freundlich erscheinende Ortschaften. Hier grüßten uns alle Einwohner, welche am Wegesrand standen wie alte, gute Bekannte. Gott sein Dank, es wurde schon etwas unheimlich, kamen wir kurz darauf bei Alwin an.



Kapitel 2: die Ankunft/die Vorbereitungen

Unsere Ankunft muß Alwin bereits gespürt haben. Die Löwen waren noch nicht richtig abgestellt, kam er, wie ein geölter Blitz aus der Tür geschossen, um uns herzlich in Empfang zu nehmen. Da alle Anstand haben wurde dem Geburtstagskind nochmals nachträglich zum Geburtstag gratuliert. Erst Sekunden später kam dann die Frage nach einem kalten Bier auf.

Nachdem die ersten Flaschen verteilt waren, begab man sich in den Garten. Hier genoß die nicht frierende Fraktion (Männer), bei gefühlten 30 °C den tollen Rasen und die Aussicht. Die Damen der Schöpfung zogen sich alle Kleidungsstücke, welche Sie finden konnten, an um den bevorstehenden Erfrierungstot zu entgehen.

Mylo und die anderen Jungs schnappten sich die herumliegenden "Fußbälle" um ein wenig zu kicken. Dieser Spaß hielt allerdings nicht lange an, da Mylo das Spiel nicht ganz verstanden hat und den Bällen nach circa zehn Sekunden die Luft ausging. Gott sei Dank hatten wir noch die Frisbee. Dieser war etwas stabiler und das Spiel dauerte einige Biere an. Als kleinen Nachteil könnte man die teilweise willkürliche Flugbahn der Frisbee nennen. Diese flog des öfteren auf die angrenzende Weide. So weit, so gut. Aber die Weide war durch einen Elektrozaun gesichert – somit ist es nur durch ein Wunder zu erklären, das jeder Auserwählte Frisbee-Holer ohne gebratene Eier die Frisbee wiederholen konnte. Nebenbei wurde das Zelt von Mylo und Frank aufgebaut – wobei einer von den beiden eher versuchte den Aufbau zu sabotieren. Wer war das nur...???

Parallel zu all diesen Aktivitäten wurde der Tisch gedeckt und der Grill angezündet (der Grill ist im übrigen der Hammer!!!).



Kapitel 3: das Essen

Das Essen war, wie eigentlich bei jeder Feier, ein Traum. Zum Einen ist Grillen ja immer lecker, aber mit der Anzahl an Salaten, verschiedenen Brot- sowie Fleischsorten war dieser Grillabend ein echtes Highlight.

Allerdings war auch das Essen beziehungsweise die Zubereitung nicht ganz ohne Höhepunkt. Nachdem die erste Fleisch-Welle über uns hinweg gerollt war und alle gierig auf den zweiten Schwung warteten, fiel auf, dass der Grill nicht mehr die nötige Hitze entwickelte! Aus diesem Grund wurde erstmal Kohle nach geschüttet. Um die hungernden Gäste nicht noch länger warten zu lassen überlegte Alwin nicht lange und ging zielstrebig zum Gartenhaus und holte den großen Flammenwerfer ans Tageslicht (der kleine Bunsenbrenner war ja auch eher niedlich). Kurz angezündet, aufgedreht und schwups war wieder genug Damp auf dem Kessel, um das Fleisch in wenigen Minuten fertig zu grillen...

Wie bei den BPP gewohnt blieb aber eine große Menge an Lebensmittel übrig (liegt an der viel zu hoch kalkulierten Menge und nicht an den schlechten Essern...). Diese Menge hätte ausgereicht, um eine ganze Bundeswehr Kompanie im Waldeinsatz satt zu bekommen. Naja, Reste kann man ja auch immer gut des nachts vertilgen!



Kapitel 4: der Abend

Nach dem leckeren Abendessen waren erstmal wieder ein paar Biere angesagt – man soll ja auch nicht verdursten. Außerdem wollte Alwin nicht soviel Reste behalten...

Es wurde sich in gemütlicher Runde auf dem Rasen unterhalten, es wurde weiter Frisbee gespielt, die Musik wurde eingeschaltet usw... Im Großen und Ganzen eine schöne, kurze Erholungsphase nach dem doch eher massigen Essen.



Kapitel 5: die Nacht

Nun begann der eigentliche Teil der Party. Es wurde eine Runde im Garten gebildet. Das Bier stand natürlich ab sofort in greifbarer Nähe – denn andauernd laufen ist ja auch doof. Natürlich wurde nun auch der altbekannte Blaue zum Ort seiner Bestimmung gebracht – unser Magen! Mit der ersten Runde stießen wir auf Alwin an, die vielen nächsten Runden waren nur so für sich zum vertragen. Für unsere hochprozentigen Kollegen war das natürlich noch nicht genug. Denn der Havana Club darf bei einer angestrebten Trunkenheit natürlich auch nicht fehlen (kurze Erinnerung an Alwin: immer (flüssige) Zitrone oder Limette im Hause haben!!!). Die mitgebrachte Flasche war dem Ansturm der vier Trinker allerdings nicht sehr lange gewachsen. Fünf Bier oder anders gesagt 30 Minuten später war die Flasche bereits geleert.

Einer Person reichte aber selbst das noch nicht. Heike nam den Spruch:"schmeiß mir mal noch ne Kanne rüber" etwas zu wörtlich und besorgte sich kurzerhand eine kleine, circa 10 Liter fassende Gießkanne - die gemachten Bilder sprechen wohl für sich...!
Da es immer noch Personen gab, die es bei ca. 23°C zu frisch fanden und um natürlich die Mücken zu vertreiben, wurde das Schwedenfeuer angesteckt, welches Alwin mit viel Liebe herrichtete. Das erste Feuer brannte also. Im Laufe des Abends mußte dieses aber des öfteren ausgetauscht werden. Das war für unseren neu gekürten Feuerteufel, gleichzeitig unser Präsident, das Startzeichen ein wenig mit dem Holz und einem Bunsenbrenner zu hantieren. Jedoch die Mischung Präsident, Bunsenbrenner und Feuer kann nicht gut gehen – wie erwartet stand beim dritten Stamm unser Präsi fast in Flammen! Hintergrund: er hatte wohl vergessen das die Plastikummantelung des Brenners schmelzen könnte und das flüssige Gas dann etwas unkontrollierter entweicht. Da er aus Spaß oder aus Schusseligkeit (weiß man nicht genau) aber den Brenner direkt ins Feuer hielt, ließ sich der kleine Brand und die damit verbundene Aufregung nicht vermeiden. Durch eine Runde des köstlichen blauen Getränks waren aber alle Anwesenden wieder besänftigt.

Während des Abends mußten wir feststellen, das ein Pärchen wirklich für die Zukunft geschaffen ist – schon in Ihren jungen Jahren erinnerten Sie, aufgrund der Kombination Holzbank, Wolldecke, Kuscheln) zeitweise an ein älteres Pärchen – einfach süß!!!

Je später der Abend wurde, wurde die Bierkiste immer leerer – die Gäste dafür umso voller! Dies war wohl auch der Grund, warum die ersten Gäste nach und nach (so gegen drei Uhr) den Garten verließen um zu ihrem Schlafplatz zu strumpeln. Alle anderen feierten und tranken unbeirrt weiter.

Zu späterer oder besser gesagt zu früherer Stunde - es dämmerte bereits - waren noch vier Feierfreudige übrig (Heike, Sina, Alwin und Frank). Diese Gruppe trank "munter" weiter und mußte nach kurzer Zeit ein Talent der zwei Damen erkennen, welches voraussichtlich keiner erwartet hätte. Denn: der Nachbar von Alwin kam von seiner Feier leicht angetrunken nach Hause – sah uns, bot sich selbst ein Bier an und saß sich zu uns. Um den werten Herren ein wenig zu verwirren und oder nervös zu machen begannen Heike und Sina nach kurzer Zeit eine kleine Lesbenshow ins Leben zu rufen. Hier wurde kein Klischee ausgelassen: Bettgeschichten, Beziehungsstreit, geheime Treffen, Fremdgehen und Versöhnungsszenen mit echten Tränen wurden Bühnenreif aufgeführt. Ich persönlich kann nur sagen: Respekt an die beiden Hauptdarstellerinnen! Nach dieser Show war die Belastbarkeitsgrenze des netten Nachbarn allerdings weit überschritten – das Ergebnis war die Flucht ins Bett!

Kurz darauf und nach einem weiteren geexten Bier mußte sich unser Gastgeber ebenfalls in Richtung Schlafwagen verabschieden. Der Grund hierfür war wohl in erster Linie der Kreuz-Fischblick sowie die leichten Koordinationsschwierigkeiten beim Laufen – wenn man es noch so bezeichnen möchte.

Die anderen drei kamen dann zur Überlegung das lediglich zwei Stunden Schlaf auch xxxxxx sind und beschlossen einstimmig die Nacht nun endgültig zum Tage zu machen. Sie bestellten jeder noch ein paar Runden Bier und warteten auf die Dinge die kommen sollten (Als die ersten Mitstreiter zu Bett gingen hatte Alwin die Befürchtung das die dritte Kiste Bier nicht ganz geleert wird - am nächsten Morgen waren knapp vier Kisten vernichtet worden!).



Kapitel 6: der Morgen

Die drei letzten Mohikaner saßen noch gemütlich im Garten als die ersten Frühaufsteher wieder dazu stießen. Nach kurzer Zeit waren alle wieder an Bord. Wobei ich mit alle – alle meine außer Rafael! Der brauchte an diesem Tag halt noch seinen Schönheitsschlaf.

Die sportlichen Marco und Martin gingen gemeinsam mit Mylo zum Brötchen holen – Alwin war noch nicht ganz in der Lage den versprochenen Weg zu gehen... Während des Spazierganges hatte Mylo das Bedürfnis in den gut gepflegten Vorgarten eines Anwesens zu scheißen – keine hatte ne Tüte dabei! Da half nur noch die Flucht und das Auge für das Weite!

Naja, die anderen machten Kaffee und deckten den Tisch oder bauten das Zelt zusammen.

Nach und nach wurde auch das Ausmaß der Zerstörung erkannt welches Mylo angerichtet hatte. Während seiner Spielfreuden mußten zwei Bälle, eine Frisbee, eine Gießkanne, zwei Plastikspielzeuge und Sandförmchen dran glauben – Die Rechnung wird mit dem durch Alwin an Ostern versauten Teppich verrechnet...

Nachdem Marco und Martin wieder eingetroffen waren frühstückten wir alle gemeinsam. Wobei das Wort alle immer noch nicht ganz zutrifft. Der Präsident war immer noch nicht unter den Lebenden. Die First Lady und Sina ruhten sich nach der harten Nacht ebenfalls noch ein wenig auf dem Rasen aus!

Während des Frühstücks wurde der Pokal an seinen neuen, rechtmäßigen Besitzer übergeben. Für außergewöhnliche Leistungen beim Trinken und Laufen unter schwersten Bedingungen hat dieses Mal Alwin das Rennen gemacht.



Kapitel 7: der Aufbruch/Badesee

Wie am Tag vorher vereinbart sollte es nach dem Frühstück zum nahe gelegenen Badesee gehen. Nach dem auch Rafael mit dem schönen Song "Guten Morgen Sonnenschein" von Nana Mouskouri geweckt wurde könnte es ja eigentlich losgehen. Aber: der Präsi hat im Suff seinen Autoschlüssel verlegt. Zumindest wußte er nicht mehr wo dieser sein könnte. Nach einer Suche aller von ca. einer Stunde hat die Muschelschubse den goldenen Fund getan. Doch wo war der Schlüssel? Marco hatte wohl schon länger ein Auge auf das Präsidentenfahrzeug geworfen und hat somit klammheimlich den Schlüssel in der kleinsten Tasche seiner Hose deponiert. Er hatte gehofft nicht entdeckt zu werden, um den Wagen wenig später unbeobachtet abholen zu können.

Nachdem alle Blutungen gestoppt wurden und alle Wunden verbunden waren, ging es los zum Badesee. Nach einer Fahrt über Stock und Stein – einige Felgen haben etwas abbekommen kamen wir am See an. Nachdem wir uns unberechtigter Weise Zutritt zu diesem Sperrgebiet verschaffen hatten, suchten wir einen geeigneten Platz zum Relaxen. Der See hatte eine gefühlte Temperatur von ca. -5°C – es hat uns gewundert das sich kein Eis an der Oberfläche bildete. Aus diesem Grund verwundert es auch nicht, dass Keines der menschlichen Wesen den Weg ins Wasser wagte – kann aber auch noch daran gelegen haben, dass die meisten Anwesenden noch besoffen waren. Ein Mitglied der BPP freute sich dafür umso mehr – Mylo!

Der sprang im Sekundentakt ins Wasser um sein Spielzeug zu bergen. Wenn er mal an Land war, fand er es unheimlich witzig, Kathrin eine kleine Abkühlung zu verschaffen und schüttelte sich grundsätzlich in Ihrer Nähe.

Nach kurzer Zeit kamen dann auch noch Spielkameraden für Mylo dazu. Diese ignorierte er allerdings eher zugunsten des Balles und des Wassers.

Nach zwei Stunden hatten alle genug von Wasser und Sand und wir begaben uns auf die lange und anstrengende Heimfahrt.



Kapitel 8: die Heimfahrt/Ankunft

Das Antreten zur Heimfahrt war für einige eine echte Qual. 30°C und nen ordentlicher Kater – keine gute Mischung!!! Als ob das nicht schlimm genug gewesen wäre, führte uns das Navigationssystem über Paris, Madrid, Oldenburg und dann Bremen – xxxxxx Technik!!! Naja, irgendwann in Weyhe angekommen verabschiedeten wir uns alle beim Weißen Haus voneinander. Heike machte dies sehr schnell – zwei Sekunden aus dem Auto mußte sie recht zügig den Weg zur Toilette antreten. Sina ruhte sich sitzender Weise ein wenig im Schatten von den Strapazen der Fahrt aus. Letztendlich fanden aber alle gesund und wohlbehütet den Weg nach Hause und somit ins Bett oder auf die Couch!



Kapitel 9: Fazit

Wie ja fast schon gewohnt wieder ne geile Party mit den BPP! Möchte aber diese Feier aufgrund der Gegebenheiten vor Ort sowie aufgrund des Wetters und der damit zusammenhängenden Atmosphäre noch etwas herausheben. So viel Spaß wie hier hatten wir glaube alle lange nicht mehr. Alles super organisiert und geplant! Von uns allen also nochmals besten Dank und Respekt für den Ostfriesen für die Party von uns allen!!!